Demonstration “Wir haben es satt!” – 23.000 protestieren gegen Agrarpolitik
Von der BUNDjugend kamen mehr als 150 junge Menschen aus allen Himmelsrichtungen mit Bus und Bahn angereist. Vielen Dank an alle, die gekommen sind! Ihr seid super!
Gemeinsam haben wir dem Schneeregen und den eiskalten Temperaturen getrotzt und bunt kostümiert gemeinsam mit allen anderen Demonstranten ein unmissverständliches Zeichen für eine faire, ökologische Landwirtschaft und gegen Gentechnik, Massentierhaltung und Co. gesetzt! Die “BUNDjugend kochte” am 21. Januar 2012 wahrlich: Wir skandierten, verteilten tausend Flyer mit Rezepten an Mitdemonstranten und Passanten und machten selbst als Schweine, Erbsen oder Maiskolben eine gute Figur!
Doch viel besser als Worte, können dies Bilder beschreiben. Deshalb besucht unsere “Wir haben es satt!”-Fotogalerie auf flickr, vielleicht findet sich manch eine_r von euch ja wieder!
Außerdem könnt ihr unsere Demoforderungen hier noch einmal vollständig nachlesen!
“Berlin: 23.000 Menschen haben heute in Berlin gegen Lebensmittelskandale, Gentechnik im Essen und Tierquälerei in Megaställen und für eine bäuerliche, ökologische und zukunftsfähige Landwirtschaft demonstriert. Verbraucher, Umwelt- und Tierschützer, Imker, Bäuerinnen und Bauern sowie entwicklungspolitische Gruppen zogen unter dem Motto “Wir haben es satt! – Bauernhöfe statt Agrarindustrie” zum Kanzleramt und verlangten von Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Neuausrichtung der Landwirtschaftspolitik. Die Veranstalter werfen der Bundesregierung vor, bei der Reform der EU-Agrarpolitik vor allem Unterstützer und Steigbügelhalter für die Agrarindustrie zu sein, anstatt die Forderungen der Zivilgesellschaft durchzusetzen. Die Agrarzahlungen müssten an ökologische, soziale und Tierschutzkriterien gekoppelt und für Großbetriebe gedeckelt werden, verlangten sie. Sämtliche Subventionen für den Agrarexport seien zu stoppen. Zu der Demonstration hatte ein Bündnis aus über 90 Organisationen aus den Bereichen Landwirtschaft, Umwelt-, Tier-, Verbraucherschutz und Entwicklungszusammenarbeit aufgerufen.”
Hier gehts zur vollständigen Pressemitteilung vom BUND!
Bisher unerwähnt blieb bei allem Trubel am Samstag jedoch der Rest des Wochenendes. Schließlich waren sämtliche angereisten BUNDjugendlichen zusammen im KuBiZ (Kultur- und Bildungszentrum) in Berlin-Weißensee untergebracht. Vor und nach der Demo herrschte dort emsiges Treiben. Man diskutierte, gab Verkleidung und Transparenten den letzten Schliff und ja, am Abend wurde auch gemeinsam gefeiert – einzig allein der Schlaf kam bei den meisten zu kurz.
So wurde das ganze Wochenende nicht nur zu einem vollen Erfolg im Kampf für eine nachhaltige und gerechte Agrarwirtschaft, sondern für die BUNDjugend und ihre Unterstützer ein unvergesslicher Start ins neue Jahr.
“Ich bin total zufrieden und hoffe, dass diesem Wochenende rund um “Wir haben es satt!” noch viele ähnliche folgen werden”, so Niko, der derzeit ein Freiwilliges Ökologisches Jahr in der Bundesgeschäftsstelle der BUNDjugend absolviert und gemeinsam mit Amani einen Großteil der Organisation dieses Wochenendes stemmte.


