„Spendenzweck: Laufzeitverlängerung“
Bei klirrender Kälte protestieren am 21. Januar 2010 BUNDjugendliche gemeinsam mit 200 Aktivisten vor dem Kanzleramt gegen den Einfluss der Atomlobby auf die Politik der Bundesregierung.
Die Protestaktion anlässlich des ersten Treffens der Chefs der vier Atomkonzerne Eon, RWE, EnBW und Vattenvall mit Vertretern der Bundesregierung im Kanzleramt folgte dem Motto „Tanz in den Atomtod? Nicht mit uns!“ und war von Campact und ausgestrahlt initiiert. Die BUNDjugend-FÖJler der Bundesgeschäftsstelle beschlossen am vorherigen Abend spontan, sich diesem Protest anzuschließen. Sie bereiteten ihren Auftritt bis in die frühen Morgenstunden vor. Trotz der geringen Vorbereitungszeit kam einiges dabei heraus.

Vor dem Kanzleramt "kauft" die Atomlobby der Regierung das alte AKW ab
Anspielend auf die Affäre um Parteispenden im Zusammenhang mit Steuersenkungen für Hotelies wurde ein großes Banner in Anlehnung an einen Spendenbescheid an die CDU-CSU/FDP gestaltet – Spendenzweck: Laufzeitverlängerung. Vor diesem Banner posierten vor den Kameras der reichlich anwesenden Presse ein Atomlobbyist und eine BUND-Merkel die über die Freigabe eines alten, zerfallenden Atomkraftwerks verhandeln. Dass der Lobbyist Merkel dabei ständig Geld zuschiebt spricht für den Geist dieser Verhandlungen.
Die Nachricht war eindeutig: hier werden die Interessen der Lobbypolitik über das Allgemeinwohl gestellt, denn eins ist klar: Atomstrom ist schä(n)dlich! Und das aus vielerlei Gründen:
- Der Abbau von Uran zerstört und verseucht ganze Landschaftsstriche irreversibel
- Das Risiko eines GAUs, der völlig uneinschätzbare Zerstörung und Elend verursachen würde, ist ständig gegeben. Ein solches Risiko ist nicht zu kalkulieren!
- Die (End)lagerung der Abfälle kostet den Staat Milliarden und die Sicherheit für Umwelt und Menschen ist höchst fraglich
Atomenergie ist weder umweltfreundlich noch billig! Deshalb wäre es vollkommen unverantwortlich, wenn die Bundesregierung den beschlossenen Ausstieg rückgängig machte. Das würde Kosten und Risiken vergrößern und die Umstellung auf regenerative Energiequellen behindern. Die einzigen, die daran Interesse haben, sind die Atomkonzerne und die, die von ihnen bezahlt werden. Wir wollen nicht hoffen, dass die Bundesregierung nicht dazugehört.
Damit es ein Gegengewicht zu der Einflussnahme der Lobbys gibt braucht es eine starke Bewegung von unten – die Öffentlichkeit braucht eine laute Stimme um IHREM Interesse Gehör zu verschaffen. Darum rufen wir alle auf, sich zu engagieren und an Aktionen zu beteiligen. Eine Möglichkeit ist die geplante Menschenkette zwischen den AKW Krümmel und Brunsbüttel in Norddeutschland. Diese findet voraussichtlich am 24. April, zwei Tage vor dem Jahrestag von Tschernobil, statt. Infos hierzu gibt es Anfang Februar auf dieser Webside.
Weitere Infos zu diesem Thema:
http://www.bundjugend.de/positioniert/atomausstieg/
Steigen Sie aus der Atomenergie aus und schützen Sie das Klima – es kostet Sie 5 Minuten:











