BUNDjugend - Jugend im BUND für Umwelt und Naturschutz Deutschland

Unterschriften für mehr Klimagerechtigkeit

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Am Mittwoch, den 9. Dezember übergaben vier Aktivisten der BUNDjugend über 1.400 Unterschriften an Berthold Goeke, Umweltreferatsleiter im Bundeskanzleramt. Vor dem Besuchereingang des Kanzleramtes trafen sich die Beteiligten. Für die BUNDjugend war es Zeit, noch einmal Druck auf die Bundesregierung auszuüben, damit ein starkes und gerechtes Klimaabkommen das Resultat von Kopenhagen ist.

Die Aktiven machten klar, dass die Industrieländer dafür sorgen müssen, dass die Weltklimaverhandlungen in Kopenhagen nicht scheitern. Alles andere wäre eine Bankrotterklärung unserer Erde. Diese können wir aber nicht so einfach abwickeln wie marode Banken und Investmentfonds. Wir brauchen sie alle zum Leben. Herr Goeke erläuterte, dass die Ausgangssituation derzeit sehr positiv wäre. Es gäbe gute Zeichen aus anderen Staaten.
Wir erwiderten, dass sich Deutschland eben nicht darauf verlassen darf, dass andere Länder wie China und die USA mit großen Reduktionszielen in Kopenhagen anreisen. Wir alle warten schon so lange darauf, dass sich die Industriestaaten entscheiden endlich zu Handeln. Deutschland kann hier die Vorreiterrolle übernehmen und verbindliche Reduktionsziele und Klimaschutzmaßnahmen anbieten. Berthold Goeke erläuterte, dass die Klimabewegung sicher sein kann, dass die Europäische Union eine sehr gute und wichtige Rolle für den Klimaschutz spielen wird. Die Bundeskanzlerin hat sich bereits persönlich bei den USA und China eingesetzt, dass diese ein positives Klimaabkommen eingehen.

Leider gab es keine neuen Erkenntnisse zum Thema Klimaflüchtlinge. Für die Bundesregierung sei es aber wichtig, dass die sog. Entwicklungsländer nicht den Pfad der Industrieländer einschlagen. Der Klimawandel bedroht wieder einmal Menschen in den Entwicklungsländern am stärksten, obwohl diese für den Klimawandel keine historische Verantwortung tragen. Sie sollen laut Goeke vielmehr durch Geld unterstützt werden und klimafreundliche Technologien und Industrien erhalten. Höhe der Gelder muss in Kopenhagen entschieden werden.

Klimaflüchtlinge sind im Asylrecht und der Genfer Flüchtlingskonvention nicht anerkannt. Umweltschädigung gilt nicht als Fluchtursache. Doch wohin sollen die Menschen wieder zurückkehren, wenn es die Insel nicht mehr gibt oder in der Heimat keine Lebensgrundlage mehr vorhanden ist. Würde es die Ferieninsel Sylt betreffen, wäre ein Rettungsfond innerhalb weniger Tage auf die Beine gestellt?

Wir fordern Frau Merkel auf, Verantwortung bei den UN-Klimaverhandlungen in Kopenhagen zu übernehmen, die betroffenen Regionen bei der Anpassung an den Klimawandel finanziell und durch Technologien zu unterstützen und alles daran zu setzen, dass:

- Klimaflüchtlinge in die Genfer Flüchtlingskonvention aufgenommen werden,
- eine Reduktion der CO2-Emissionen bis 2020 um 40% und bis 2050 um 100% festgesetzt wird und
- reiche Länder ihre Klimaschulden bezahlen.

Alle Informationen unter www.bundjugend.de/protest

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