BUNDjugend  

Aktion zum Erdüberlastungstag

„Liebe Kund*innen, leider ist die Erde ab heute nicht mehr in unserem Sortiment enthalten. Sie wird erst wieder ab dem 1. Januar 2018 verfügbar sein. Wir bitten diese Unannehmlichkeit zu entschuldigen und wünschen Ihnen noch einen schönen Einkauf!“ Diese Durchsage schallte am Mittwochmorgen über den Pariser Platz. Dann rollte ein leerer Einkaufswagen über das Pflaster.

Mit dieser Aktion haben wir gemeinsam mit der Naturschutzjugend (NAJU), INKOTA, Germanwatch und FairBindung auf den Erdüberlastungstag und seine Folgen aufmerksam gemacht.

Am 2. August waren die gesamten nachhaltig nutzbaren Ressourcen der Erde für dieses Jahr verbraucht, die der Weltbevölkerung rechnerisch zur Verfügung stünden, wenn sie nur so viel nutzen würde, wie sich im selben Zeitraum regeneriert.

Als wäre das nicht schon schlimm genug: Der Erdüberlastungstag ist in diesem Jahr 6 Tage früher als im letzten. Die Überlastung nimmt also immer weiter zu! Zum Vergleich: 1987 waren die Ressourcen erst am 19. Dezember verbraucht.

Um den weltweiten Bedarf an natürlichen Ressourcen wie Wälder, Ackerland und Fischgründe zu decken, bräuchte die Weltbevölkerung rechnerisch 1,7 Erden. Würden alle Länder der Welt so wirtschaften wie Deutschland, wären sogar 3,2 Planeten nötig. Hierzulande tragen die CO2-Emissionen sowie der Verbrauch von Ackerland und Waldflächen am meisten zu diesem enormen ökologischen Fußabdruck bei.

Wir leben und wirtschaften ungehemmt zulasten der Menschen im Globalen Süden und künftiger Generationen. Es ist Aufgabe der Politik, dem Einhalt zu gebieten. Wir fordern eine nachhaltige, zukunftsfähige und gerechte Ressourcenpolitik!

Tagesschau-Beitrag über den Erdüberlastungstag und unsere Aktion:

 

Weitere Bilder von der Aktion findet ihr hier: http://bit.ly/2hmTdm6

Fotos: Jörg Farys/Die.Projektoren