BUNDjugend  
Bankett der Verschwendung

Bankett der Verschwendung

Am Welt­er­näh­rungs­tag staun­ten Besu­che­r*in­nen im Regie­rungs­vier­tel nicht schlecht: Das Team von Leere Tonne hatte mit Unterstützer*innen vor dem Bun­des­tag eine rie­si­ge Tafel mit köst­li­chen, geretteten Lebens­mit­teln aufgebaut. Damit wurde deutlich, dass der größte Teil der verschwendeten Lebensmittel noch genießbar und von guter Qualität ist und somit völlig zu unrecht in der Tonne landet.

Nach und nach kamen Bun­des­tags­abge­ord­nete aus allen Frak­tio­nen und erhiel­ten ein Mit­nehm­pa­ket mit Obst, Gemüse und Back­wa­ren. Sämt­li­che Lebens­mit­tel wären am Vor­tag von Ber­li­ner Märk­ten weg­ge­wor­fen wor­den, hät­ten Essensretter*innen sie nicht abgeholt und verteilt.

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Bei der Aktion zeigte sich ein­mal mehr, wie ver­schie­den die Ansätze der Arbeit gegen die Ver­schwen­dung sind. Wäh­rend vor allem die CDU/CSU-Vertreter*innen auf der Frei­wil­lig­keit des Han­dels beharr­ten, stimm­ten Abge­ord­nete von SPD, Grü­nen und Lin­ken der Kri­tik zu, dass die Super­märkte nur sehr begrenzt „frei­wil­lig“ ihr Werbe-, Ein­kaufs- und Wegwerfverhalten ändern. Um zu einer ech­ten Wert­schät­zung von Lebens­mit­teln zu kom­men, braucht es eine Agrar­wende, faire Preise und eine Abkehr vom „immer mehr“ und „immer billiger“.

Vie­len Dank an alle, die dabei waren!

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