BUNDjugend  

Klima gerecht schützen

Erfolgreicher Umwelt- und Klimaschutz kommt ohne die Frage nach Klimagerechtigkeit nicht mehr aus. Obwohl schon seit Jahren im klimapolitischen Diskurs Klimagerechtigkeit als Leitbegriff verwendet wird, wurde dieser jedoch kaum konkret definiert. Was bedeutet also Klimagerechtigkeit?

Kurzgesagt verstehen wir heute darunter, dass jedem Menschen, unabhängig von seiner Herkunft und Zugehörigkeit, die gleichen Nutzungsrechte an der Atmosphäre zustehen. Ferner bedeutet es, gemeinsam die Verantwortung für die Schäden des Klimawandels zu übernehmen, diese zu vermeiden – die von uns Menschen gemachte Erderwärmung schlicht und einfach zu begrenzen.

Welche politischen Rahmenbedingungen sind dafür notwendig? Was können wir zu einer klimagerechteren Welt beitragen? Bei diesem neuen Projekt des Jugendbündnis Zukunftsenergie (JBZE) gehen wir auf die Suche nach Antworten. Keine Bange, du bist nicht allein, denn eine starke, global agierende Klimaschutzbewegung gibt es schon! Lass sie mit deinem Engagement noch tatkräftiger werden.

Hintergrund

Unter den verheerenden Folgen des Klimawandels leiden häufig diejenigen am stärksten, die am wenigsten dazu beigetragen haben. Reichere Bevölkerungsgruppen und Länder können es sich dank finanzieller und technischer Möglichkeiten leisten, in passende Zukunftsmodelle zu investieren. Die Niederlande baut schwimmende Städte, um dem Meeresspiegelanstieg zu entkommen. Kiribati verhandelt mit den Fidschiinseln über Landkäufe für eine Umsiedlung seiner Bevölkerung, während andere schlicht weg absaufen.

Eine simple Einteilung in den reichen Norden und den armen Süden wäre zu einfach gedacht. Wir müssen auch gar nicht weit in die Ferne blicken, um zu erkennen, wo klimagerechtes Handeln verhindert wird.

Klimagerechtigkeit fängt vor Ort an.

Unbestritten sind die negativen Auswirkungen fossiler Energieträger auf die globale Erderwärmung. Dennoch deckelte Anfang Juli 2016 die deutsche Bundesregierung das Erneuerbare Energie Gesetz (EEG) und dämpft somit den Ausbau erneuerbarer Energien drastisch ein. Dabei liegt die Lösung doch klar auf der Hand: eine schrittweise Verringerung fossiler Stromquellen und ein naturverträglicher Ausbau der Zukunftsenergien. Helft mit, dafür gegenüber Politik und Gesellschaft einzutreten.

Mitmachen

Du hast Lust bekommen, dich aktiv für Klimagerechtigkeit und gegen den Klimawandel einzusetzen? Du willst das komplexe Thema verstehen? Wir bieten regelmäßige Arbeitstreffen für eine intensive Auseinandersetzung mit Fachreferent*innen.

Du hast außerdem Interesse, andere weiterzubilden und von deinem Wissen profitieren zu lassen? Dann lass dich zur Klimaagent*in ausbilden! Trage dein Wissen in deine Kreise und Verbände. Lerne Netzwerke, Skills und Möglichkeiten kennen, um mit uns als Teil dieses effektiven Jugendbündnisses, als Teil einer globalen Bewegung, die erforderliche sozial-ökologische Transformation einzuleiten.

Infos zum Projekt, Mitmachmöglichkeiten und Kontakt zu anderen Klimagerechtigkeitsbotschafter*innen bekommst du von Elisa. Lass dich auf den JBZE-Verteiler setzen, um von Veranstaltungen zum Thema zu erfahren und Kontakt zu anderen Aktiven herzustellen.

Auf der JBZE-Homepage wirst du demnächst die Arbeit der Klimaagent*innen verfolgen können.

Auf unserer Facebook-Seite kannst du die Tätigkeiten des JBZE am besten mitverfolgen.

Förderhinweis

Das Projekt wird in Kooperation mit der Naturfreundejugend Deutschlands (NFJD), der Naturschutzjugend (NAJU) und der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) durchgeführt und durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) sowie das Umweltbundesamt (UBA) gefördert.