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Projekt

Mit Suffizienz zum guten Leben – für alle!

Unser Lebensstil belastet Umwelt und Menschen hier und andernorts - So gehts nicht weiter. Wir wollen ein gutes Leben für alle!

Auf dem Weg zur Mobilitätswende

Mit dem Fahrrad zur Bäckerei, mit Bus und Bahn zur Uni, mit dem Auto zum Shoppen, mit dem Flieger in den Urlaub… Wir sind ständig mobil und unterwegs. Allzu oft mit dem eigenen Auto oder gar mit dem Flugzeug.
Die Folge: Die Städte ersticken zunehmend vor Verkehr und Abgasen und der Verkehrssektor ist verantwortlich für ein Fünftel des gesamten CO2-Ausstoßes. Tendenz: steigend.

Doch immer mehr Menschen fragen sich: Wie kann eine umweltschonende und sozial gerechte Mobilität der Zukunft aussehen? Und immer mehr Menschen setzen sich auch praktisch für die Mobilitätswende ein, indem sie das Auto stehen lassen und aufs Rad umsteigen. Viele üben Druck auf die Politik aus und fordern eine nachhaltige Verkehrswende.

Bewegt euch – anders!

Über 42 Millionen Autos gibt es in Deutschland. Mehr als 23 Stunden pro Tag steht ein Auto im Schnitt herum und durchschnittlich lediglich 1,4 Personen werden damit umhergefahren. Stau, Stickoxide, Diesel-Skandal, Klimakrise … Dass es mit dem Verkehr nicht weiter gehen kann wie bisher, wird immer eindeutiger. Doch anstatt grundsätzlich zu hinterfragen, ob wir wirklich so viele PKWs auf unseren Straßen brauchen, werden vor allem technische Innovationen wie Elektroantriebe oder autonomes Fahren als Lösungen angepriesen.
Wir meinen: Das reicht nicht! Wir brauchen vor allem weniger Verkehr, weniger Autos und Autostraßen. Stattdessen mehr Platz für Fahrrad, Öffis und Fußgänger*innen in den Städten und mehr Lebensqualität für die Menschen.
Das bedeutet suffiziente Mobilitätswende!

Suffiziente Mobilität setzt voraus, dass wir unsere (motorisierten) Mobilitätsbedürfnisse hinterfragen. Muss es immer weiter und schneller sein?

Suffiziente Mobilität heißt auch: mehr Fahrrad, Fußwege und Öffis – weniger Autos und Flugverkehr!

Unsere neue Broschüre zum Thema:
Die Straße zurückerobern! Auf dem Weg zur Mobilitätswende

Wie kann eine umweltschonende und sozial gerechte Mobilität in der Zukunft aussehen? Was bräuchte es dafür und wie kommen wir dahin?
Hier kannst Du nachlesen, wie sich der auto- und fluglastige Verkehrssektor auf unsere Umwelt und unsere Gesundheit auswirkt, wieso es mit Bio-Sprit und E-Autos nicht getan ist und warum es ein grundlegendes Umdenken in unser Art uns fortzubewegen braucht. Oben drauf gibt’s Ideen, um selber politisch aktiv zu werden – für eine Mobilitätswende und ein gutes Leben für alle!

So sieht suffiziente Mobilitätspolitik aus

  • Kurze Wege:
    Um den Verkehr zu reduzieren brauchen wir kurze Wege, die mit Rad und zu Fuß zu erreichen sind. Es ist Aufgabe der Politik, sich gegen die immer weitere Zersiedlung und für die Stadt der kurzen Wege einzusetzen.
  • Infrastrukturen verändern:
    Die BUNDjugend und viele andere Organisationen und Gruppen setzen sich für eine grundlegende Mobilitätswende ein und fordern die „autofreie Stadt“. Der Inidiviudalverkehr in den Innenstadt sollte nach und nach durch gut ausgebaute Fahrradinfrastsrukturen und öffentlichen Nahverkehr ersetzt werden.

    Schritte auf dem Weg zur autofreien Stadt: Parkplätze reduzieren, Radwege ausbauen, Tempo 30 in den Stadt als Regelgeschwindigkeit einführen, die Subventionierung fossiler Verkehrsmittel in Höhe von 28 Milliarden pro Jahr abbauen und stattdessen umweltfreundliche Alternativen ausbauen. Wie wärs denn zum Beispiel mit kostenlosem Nahverkehr?

Du denkst das geht alles nicht? Schau mal hier:

  • Luxemburg macht den gesamten öffentlichen Nahverkehr kostenlos.
  • Die Innenstadt von Madrid ist seit 2018 autofrei.
  • Kopenhagen ist Fahrradstadt, nahezu die Hälfte aller Wege werden mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurückgelegt.
  • Berlin hat durch Druck der Initiative Volksentscheid Fahrrad ein neues ambitioniertes Mobilitätsgesetz beschlossen.

Aktiv werden für die Mobilitätswende!

Die Mobilitätswende kommt nicht von alleine und es ist noch ein weiter Weg bis dahin. Umso wichtiger ist es, schon heute damit zu beginnen. Also: Ärmel hochkrempeln und loslegen!
Hier findest Du Ideen und Anregungen, wie du politisch Druck ausüben kannst, damit sich was bewegt.

Die Stadt zurückerobern!

Park statt Parkplatz
Beim sogenannten PARK(ing) Day verwandeln Menschen öffentliche Parkplätze temporär in öffentliche Parks. Für einen Tag werden Parkplätze zu Spielwiesen, Diskussionsorten, Kunsträumen oder Grünflächen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Die Aktion kritisiert, wie viel Fläche dem Autoverkehr eingeräumt wird und zeigt, wie Verkehrsflächen anders genutzt werden können.
Der PARK(ing) Day findet weltweit immer am dritten Freitag im September statt.

Aktionstag autofrei
Mit einem Aktionstag in deiner Stadt samt Infostand und kreativen Straßenaktionen kannst du gemeinsam mit anderen Aktiven die Stadt zurückerobern und mit Passant*innen, der Presse und lokalen Politiker*innen ins Gespräch kommen. Wie wäre es mit einem kleinen Spaziergang, bei dem ihr symbolisch Bobby-Cars an die Leine nehmt, einem großen Straßenbild der autofreien Stadt aus Kreide oder einem Berg aus Spielzeugautos vor dem Rathaus, mit dem ihr deutlich macht, was ihr von Blechlawinen in eurer Stadt haltet?

Vorfahrt fürs Fahrrad!

Gesetze hacken
Die Berliner „Initiative Volksentscheid Fahrrad“ hat gezeigt, wie es gehen kann: Innerhalb kürzester Zeit haben die Rad-Aktivist*innen in Berlin die nötigen Unterschriften für ein Volksbegehren für ein ambitioniertes Radgesetz gesammelt und die Regierung zu einer entsprechenden Gesetzesinitiative bewegt. Angespornt von diesem Erfolg sind ähnliche Initiativen in Darmstadt, München und Hamburg und vielen weiteren Städten gestartet.



You never ride alone
Ab einer Gruppengröße von mehr als 15 Rädern lässt die Straßenverkehrsordnung zu, als Fahrradfahrende nebeneinander zu fahren. Dies macht sich die „FahrradBande“ der Berliner BUNDjugend zu Nutze und verabredet sich zur „MitRADgelegenheit“. Ob zur Schule, zur Uni oder ins Büro – gemeinsam wird der alltägliche Weg zum Protest für eine fahrradfreundliche Politik.
Die Rad-Aktivist*innen küren außerdem jedes Jahr öffentlich die fahrradfreundlichsten und fahrradfeindlichsten Orte Berlins mit der goldenen Klingel und der roten Warnweste.



Zur kritischen Masse werden
Ähnlich wie die „MitRADgelegenheit“ funktioniert die „Critical Mass“-Demo. Bei diesem Trend in vielen Städten der Welt verabreden sich Radfahrerinnen zu gemeinsamen Fahrten durch ihre Innenstädte, um auf ihre Belange und Rechte gegenüber dem Autoverkehr aufmerksam zu machen. Organisation? Es gibt keine! Critical Mass organisiert sich von selbst. Jeder mit einem Fahrrad ist willkommen!



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