BUNDjugend  

SYSTEMwandel

Du hast Fragen und Ideen zum Projekt oder willst mitmachen? Dann wende dich an:

Was wir wollen

Wir wollen, dass junge Menschen mit ihren Ideen & Forderungen gehört und ernst genommen werden! Für viele Jugendverbände ist klar: ein unendliches Wachstum auf unserem Planeten mit begrenzten Ressourcen ist unmöglich und nicht nachhaltig. Deshalb “braucht es eine Abkehr vom vorherrschenden Wirtschaftssystem, das auf permanentem Wachstum und der Ausbeutung von Mensch und Umwelt basiert” (Position des Deutschen Bundesjugendrings, 2021).

Die Alternative? Eine sozial-ökologische Transformation. Das bedeutet: Eine Politik, die sich endlich an den Bedürfnissen aller Menschen und der Natur orientiert. Eine Wirtschaft, die zu diesen Bedürfnissen beiträgt, mit Unternehmen, in den die Beschäftigten mitbestimmen können oder die Betriebe selbstorganisiert führen. Eine Gesellschaft, in in der Werte wie Solidarität und Kooperation statt Wettbewerb und Gegeneinander gelten. In der Machtstrukturen, soziale Ungerechtigkeiten und Diskriminierungen überwunden werden. Wie eine Wirtschaft innerhalb der Grenzen unserer Erde aussehen könnte, hat auch unser europäisches Netzwerk Friends of the Earth Europe aufgeschrieben – schaut gern rein!

Als BUNDjugend fordern wir:

Wir brauchen ein Finanzsystem und Eigentumsrechte, die dem Gemeinwohl und dem gesellschaftlichen Ausgleich dienen und mit Privilegien brechen.

Dazu brauchen wir:

• eine an Gemeinwohl und Nachhaltigkeit ausgerichtete sozial- ökologische Steuerreform, die es zum Ziel hat, soziale Ungleichheiten abzubauen und Natur und Umwelt zu schützen. Zu prüfen sind dafür eine wirksame Vermögenssteuer, eine reformierte Erbschaftssteuer sowie höhere Abgaben auf hohe Einkommen und Aktienhandel. Einführung einer CO2-Steuer mit wirksamen Umverteilungsmechanismus, die an wissenschaftlichen Empfehlungen orientiert ist. Steuerbetrug muss entschieden bekämpft werden.

• kollektive Eigentumsformen wie Genossenschaften (z.B. SoLaWis, Mieter*innensyndikate) und Sharing-Angebote statt Privatbesitz sollten gestärkt werden

• ein verstärkte Auseinandersetzung mit neuen rechtlichen Unternehmensformen, die eine Rücknahme der Profimaximierung ermöglichen und gemeinwohlorientiert sind, sollten geprüft werden

• eine Selbstverpflichtung der finanzstarken Hauptverursacher des Klimawandels im globalen Norden, die soziale Entwicklung des globalen Südens durch zusätzliche eigene Klimaschutzmaßnahmen zu stärken

Wir müssen von einer (materiellen) Wohlstands- zu einer Wohlfahrtsgesellschaft kommen, in der das Verhandeln sozialer Fragen nicht dem Markt, sondern den Menschen überlassen wird.

Dazu brauchen wir:

• die gerechte Bezahlung von Lohnarbeit durch einen fairen Mindestlohn, die Anerkennung von Care-Arbeit und eine Angleichung der Löhne in Ost und West.

• ein Sozialsystem, das seinen Namen verdient und das gute Leben für alle ermöglicht.

• an Nachhaltigkeit und Gemeinwohl ausgerichtete Subventionen, zum Beispiel für öffentliche Mobilität (Nah- wie Fernverkehr), nachhaltige Lebensmittel und nachhaltiges Wohnen. Subventionen, die den Grundsätzen von Nachhaltigkeit und Gemeinwohl nicht entsprechen, sind auf Dauer einzustellen. Das gilt zum Beispiel für fossile Industrie und ressourcenintensive Landwirtschaft.

• neue gesellschaftliche Indikatoren zur Wohlstandsmessung, die (anders als das Bruttoinlandsprodukt, BIP) auch den sozialen und ökologischen Fortschritt abbilden und für politische Entscheidungen handlungsleitend sind.

Wir müssen den Wirtschaftslobbies die Macht zur Steuerung der gesellschaftlichen Entwicklung entziehen. Die Gesellschaft gestalten wir alle mit. Insbesondere die Bedürfnisse von Minderheiten sind zu achten.

Dazu brauchen wir:

• (genossenschaftliche) Unternehmen und Betriebe mit starken Betriebsräten und hoher demokratischer Mitbestimmung.

• die Entprivatisierung und Rekommunalisierung von Leistungen der öffentlichen Daseinsvorsorge (z.B. Wohnen, Gesundheit, Bildung und Infrastrukturen).

• starke demokratische Beteiligungsverfahren von der Quartiers- bis zur Bundesebene.

• gute, öffentliche Bildung für alle, um Chancengleichheit zu erhöhen.

Was forderst du? Was brauchen wir deiner Meinung nach, um eine sozial-ökologische Transformation zu erreichen und unsere Wirtschaft umzubauen? Bring dich ein und teile deine Gedanken mit uns.


Übrigens: Das hier ist nur ein Auszug unserer Positionen. Die ausführliche Position findest du hier. Und wenn du noch weiter lesen willst, welche sozialen Fragen uns bei einer sozial-ökologischen Transformation wichtig sind, klick einfach hier.