BUNDjugend  

Aktionstag: Verkehrswende jetzt! Keine Staatshilfen für klimaschädliche Industrien

Datum: 29.05.2020

Am 2. Juni 2020 findet der nächste „Autogipfel“ statt. Auf dem Gipfel geht es aber nicht nur um eine Kaufprämie für Neuwagen, sondern vor allem um Klimaziele und unsere Zukunft!

Gegen den gesamten ökonomischen und ökologischen Sachverstand und gegen eine Mehrheit der Bürger*innen fordert die deutsche Autolobby derzeit dreist Kauf- oder Abwrackprämien. Das lehnen wir ab. Wir brauchen keine Abwrackprämie 2.0 oder andere Subventionen für privaten Autoverkehr, sondern #MehrPlatzFürMenschen!

Deswegen unterstützen wir den Aktionstag „Verkehrswende statt #Abfckprämie: Keine Abwrackprämie 2.0 – keine Staatshilfen für fossile Industrien!“

Die Prämie ist auch in der Politik umstritten, wie entschieden wird ist offen. Daher ist öffentlicher Druck jetzt besonders wichtig und kann den Unterschied machen! Für Freitag, den 29.5. ruft Sand im Getriebe mit zahlreichen Unterstützer*innen zu einem dezentralen Aktionstag gegen Corona-Subventionen für klimaschädliche Industrien und speziell gegen die Abwrackprämie 2.0 auf.

Beteiligt euch am Aktionstag, seid bunt, laut und kreativ!
Plant zusammen mit Anderen bei euch vor Ort Aktionen vor Autohäusern, Konzernsitzen oder Parteibüros von CDU/CSU und SPD – verantwortungsbewusst, indem Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden. Macht einen Fahrradkorso oder eine Kundgebung, verschönert Eure Stadt oder tragt auf andere Art den Protest auf die Straße – gemeinsam verhindern wir die #Abfckprämie!

Stellt Fotos oder Videos von Aktionen ins Netz und nutzt dabei den Hashtag #Abfckprämie!
Wenn Ihr etwas plant und es „Sand im Getriebe“ ankündigen soll, schreibt an aktion@sand-im-getriebe.mobi. Außerdem würden wir gerne Aktionen mit und von der BUNDjugend sammeln und als BUNDjugend teilen. Deshalb schreibt uns auch gerne an presse@bundjugend.de von euren Plänen oder schickt uns Bilder von euren Aktionen! Wenn ihr Unterstützung im Vorfeld braucht, wendet euch gerne an Stella.

Hintergrund:

Die aktuelle, dreiste Forderung einer Kaufprämie, die Benziner und Diesel einschließt, wäre
eine Anti-Innovationsprämie, die den Übergang zu nachhaltiger Mobilität behindert. Darüber hinaus blicken die deutschen Autokonzerne auf Jahre mit hohen Gewinnen zurück, verfügen über massive Liquiditätsreserven und nutzen in starkem Maße die Kurzarbeits-Regelungen. Die trotz Corona-Krise nach wie vor geplanten oder bereits vollzogenen Dividenden- und Bonizahlungen in Milliardenhöhe sind ein weiteres Indiz ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit. Für den BUND ist dabei klar, dass Konzerne, die auf der einen Seite Dividenden auszahlen, auf der anderen Seite keine Staatshilfen, egal in welcher Form, erwarten dürfen. Hier könnt ihr das vollständige BUND-Papier zu Investitionen in den Verkehrsbereich lesen. Und ganz nebenbei: Die Autos, die damals durch die Abwrackprämie verkauft wurden, verstopfen heute unsere Städte und produzieren dicke Luft. Das darf sich nicht wiederholen!

Die BUNDjugend fordert:
✅Menschen unterstützen statt Konzerne retten
✅Koppelung von Rettungspaketen an ökologische und soziale Kriterien
❌Subventionen für den Autoverkehr – Pendlerpauschale, Dienstwagen, Diesel – abschaffen
🆘Investitionen in Verkehrsberuhigung, Rad- und Fußwege im städtischen Raum
👉Ausbau von Radwegen und barrierefreiem ÖPNV inkl. günstigem Bahnverkehr und Nachtzügen.