BUNDjugend  

Es geht wieder los! – gemeinsam auf die Straße für die Zukunft der Landwirtschaft

Die Landwirtschaft steckt mitten in der Krise. In der Klimakrise, deren Auswirkungen weltweit zu spüren sind und in der Krise des Arten- und Höfesterbens. Immer mehr Bäuer*innen geben ihre Betriebe auf, weil sie von riesigen Agrarkonzernen vom Markt gedrängt werden. In unseren Ökosystemen und auf unseren Feldern sind immer weniger Sorten und Arten zu finden.

Die letzte Bundesregierung hat es vorgezogen, die Lebensmittel- und Agrarindustrie weiterhin zu unterstützen und hat damit die klima- und umweltschädliche Art der Landwirtschaft aktiv gefördert. Die Bauernhöfe wurden dadurch zum Beispiel mit dem Umbau der Tierhaltung allein gelassen. Immer noch werden zu viele Tiere schlecht gehalten und industrielle Megaställe verdrängen zunehmend kleine und mittlere Höfe. Europäische Dumpingexporte zerstören bäuerliche Existenzen im Globalen Süden. Weltweit hungern immer mehr Menschen – und auch in Deutschland fehlt vielen das Geld, um gesund und nachhaltig zu essen.

Doch jetzt ist Schluss damit: Wir haben die agrarpolitischen Blockaden satt! 2022 startet eine neue Bundesregierung – die Chance für einen Neustart der Agrar- und Ernährungspolitik. Die Zukunftskommission Landwirtschaft, an der Myriam Rapior aus dem Bundesvorstand der BUNDjugend ebenfalls beteiligt war, hat in ihrem Abschlussbericht einen breiten Katalog an Empfehlungen vorgelegt, die eine sozial-ökologische Transformation der Landwirtschaft und des Ernährungssystems einleiten sollen. Die Ideen liegen auf dem Tisch! Jetzt müssen Taten folgen!

Neustart Agrarpolitik bedeutet auch: Mehr Unterstützung für die Bauernhöfe! Wer auf umweltfreundliche Art und Weise Lebensmittel produziert, sollte dafür auch entsprechend belohnt werden und Unterstützung bekommen. Auch die Transformation zu einer artgerechteren Haltung von Tieren muss vom Staat unterstützt werden!

Außerdem braucht es mehr Transparenz für Verbraucher*innen: Klimafreundliche Ernährung muss einfach sein und nicht kompliziert. Wer sich umweltfreundlich ernähren will, soll sehen können, wie ein Lebensmittel produziert wurde. Außerdem muss dafür gesorgt werden, dass jede*r sich eine klimafreundliche Ernährung leisten kann. Preisdumping auf Kosten von Klima und Artenvielfalt muss gestoppt und Gentechnik-freie Lebensmittelerzeugung sichergestellt werden.

 

Wir haben es satt 22.01.2022

Die nächste Bundesregierung muss endlich einen Neustart in Sachen Landwirtschaft umsetzen und dafür gehen wir am 22.01.2022 gemeinsam mit dem „Wir haben es satt“-Bündnis auf die Straße. Also denkt schon mal über Demosprüche und -schilder nach und streicht euch den Termin im Kalender an!

 

Demowochenende 21.-23.01.2022

Wenn ihr außerdem Lust auf ein Rahmenprogramm mit viel Spaß, Gemeinschaft und inhaltlichem Austausch rund um die Demo hat, dann könnt ihr euch zum Demo-Wochenende der BUNDjugend  anmelden. Dafür müsst ihr auch kein Mitglied sein! Seid dabei! Wir freuen uns auf euch!

 

Offener Brief: Landwirtschaft & Ernährung

Gemeinsam mit 11 anderen Jugendverbänden haben wir 10 Forderungen für eine zukunftsfähige Landwirtschafts- und Ernährungspolitik an die kommende Bundesregierung gestellt.