Bundesjugendwort 2026
Die BUNDjugend hat dieses Jahr gemeinsam mit weiteren Jugendverbänden das Bundesjugendwort 2026 gesucht.
Parallel zur umstrittenen Vergabe des „Jugendwortes” durch den Langenscheidt-Verlag konnten junge Menschen bis zum 9. Oktober 2026 auf der Homepage der BUNDjugend an einer alternativen Abstimmung teilnehmen und über das Bundesjugendwort entscheiden.
An den beiden Wahldurchgängen haben sich weit über 130.000 Menschen beteiligt. Heute wurde das Wort „Ragebait” als Bundesjugendwort bekannt gegeben. In der letzten Runde setzte es sich gegen die Wörter „Mehrzweckeier” und „Peak” durch.
Bei der Auswertung der Stimmen zeigte sich zudem, dass die Favoriten auch vom Alter abhängig sind. So war das Wort „Ragebait” bei den 10- bis 19-Jährigen sehr beliebt, während das Wort „Mehrzweckeier” bei den 20- bis 27-Jährigen am besten abgeschnitten hat.
Eine ausführliche und transparente Auswertung der Wahlergebnisse wird in den nächsten Wochen hier veröffentlicht. Dort werden die altersrelevanten Unterschiede und weitere spannende statistische Besonderheiten sowie unsere Methodik nochmal genau erläutert und für euch transparent gemacht.
Das Jugendwort 2026 ist: Ragebait
Wie das Bundesjugendwort
gefunden wurde.
Abstimmen können alle Menschen bis 27 Jahre.
Die Abstimmung erfolgt in 2 Schritten:
- bis zum 27.08.2026: Stimme unter 11 Optionen für dein Jugendwort ab! Die drei Finalisten gehen ins Finale.
- bis zu 09.10.2026: Finale Abstimmung unter den 3 Finalisten für das Bundesjugendwort 2026
Das Bundesjugendwort 2026 wird am 10.10.2026 offiziell bekannt gegeben.
Wenn du die Aktion unterstützen willst, dann
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- erzähle deinen Freund*innen von der Abstimmung
- oder werde mit deiner Organisation Partner*in!
Im Zuge der steigenden Unzufriedenheit insbesondere junger Menschen mit der
Bundesregierung fanden in den letzten Monaten immer wieder große Protestaktionen statt. Nach der Festnahme eines Jugendlichen wegen seines Protestschildes mit der Aufschrift „Merz leck Eier“ wurde dieser Spruch zum Symbol und zur geflügelten Formulierung, die diese Unzufriedenheit mit Bundeskanzler Friedrich Merz und seinem Kabinett vor allem in den sozialen Medien zum Ausdruck bringt. Mit den Entscheidungen der letzten Monate verantworten CDU/CSU und SPD große Gefährdungen der Sicherheit, Gesundheit und Lebensgrundlagen junger Menschen, wofür sie wiederholt von Jugendverbänden und der Zivilgesellschaft kritisiert werden.
Dass der Langenscheidt-Verlag sich dagegen entscheidet, die massenhaft eingereichten Varianten von „Mehrzweckeier“ überhaupt in das weitere Voting aufzunehmen, kritisieren wir als Jugendverbände zutiefst. Dieser Vorgang steht exemplarisch dafür, wie jungen Menschen in Deutschland begegnet wird: In entscheidenden Fragen wird sich gegen die Beteiligung junger Menschen entschieden. Auch inhaltlich werden die Themen junger Menschen nicht ernst genommen:
Vernachlässigung von Klima- und Naturschutz, Kürzungen in der Jugendarbeit, Abbau von Maßnahme für Queeres Leben und vieles mehr. Statt die Anliegen junger Menschen ernst zu nehmen, werden wir im Diskurs nicht beachtet.
Junge Menschen können nicht mit einem einfachen Wort beschrieben werden. Junge Menschen sind viele und junge Menschen sind vielfältig. Das prägt auch unsere Sprache, die in unterschiedlichen Bubbles teils stark divergieren kann. Trotz dieser Vielfalt halten wir eine partizipative Wahl eines Jugendworts dennoch für sinnvoll, denn: Das Jugendwort des Jahres ist einer der wenigen Kontexte im Jahr, in denen jungen Menschen besondere mediale Aufmerksamkeit geschenkt wird.
Wir fragen uns, warum dieses Wort zu Marketingzwecken von einem privaten Verlag herausgegeben wird, ohne bundesweit aktive demokratische Jugendverbände in den Prozess zu integrieren und von deren Expertise zu profitieren.
Das möchten wir dieses Jahr ändern.






