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Klimaschutz darf nicht am Geldbeutel scheitern

Projekt

Bei der Local Conference of Youth hat Zugänglichkeit oberste Prioriät.

Ein Wochenende, ein Hörsaal-Gebäude, hunderte Gespräche gleichzeitig – Workshops, Diskussionsrunden, irgendwo ein Poetry Slam. Was nach einem großen Festival aussieht, ist in Wahrheit das Ergebnis von Monaten ehrenamtlicher Arbeit: die LCOY – die Local Conference of Youth, Junge Klimakonferenz Deutschland.

Aber die Klimabewegung hat ein Wahrnehmungsproblem: Sie gilt oft als Bewegung derer, die es sich leisten können aktiv zu sein – Zeit, Reisekosten, das nötige Vorwissen. Wer diese Voraussetzungen nicht mitbringt, bleibt häufig außen vor. Genau hier setzt die LCOY – die Local Conference of Youth, Junge Klimakonferenz Deutschland – bewusst einen Gegenpunkt.

Die Teilnahme an der LCOY ist kostenlos. Unterkunft und Verpflegung werden gestellt, Fahrtkosten können bei finanziellen Hürden erstattet werden. Ein Awareness-Team ist während der gesamten Konferenz ansprechbar, und es wird bewusst auf die Bedürfnisse von Menschen mit Beeinträchtigung sowie von nicht-binären Personen Rücksicht genommen. Das ist kein Zufall, sondern Planungsprinzip. „Für mich ist an der LCOY ganz besonders, dass wir in einer Zeit, in der Klimaschutz immer mehr in Kulturkampf verfällt, einen Ort schaffen, an dem alle Teile der Gesellschaft zusammenkommen und produktiv an Lösungen arbeiten“, sagt Simon aus dem Team.

Echte Mitsprache in der Klimapolitik braucht eine Vielfalt an Perspektiven. Wenn eine Konferenz nur für diejenigen erreichbar ist, die sich Anreise und Zeit leisten können, fehlen am Ende genau die Stimmen, die von der Klimakrise oft am stärksten betroffen sind. Zugänglichkeit ist deshalb kein netter Zusatz, sondern Voraussetzung dafür, dass die Konferenz überhaupt hält, was sie verspricht. Wie leicht der Weg vom Publikum ins Team sein kann, zeigt Frida: „Ich war zuerst als Teilnehmerin auf der LCOY und total geflasht davon, was hier auf die Beine gestellt wird – und ich wollte sehr gerne Teil davon sein.“

Das Prinzip endet nicht bei den Teilnehmenden. Auch das rund 60-köpfige Organisationsteam selbst ist basisdemokratisch und bewusst divers aufgestellt – unterschiedliche Wohnorte, Herkünfte und Bildungswege sind vertreten. Entscheidungen werden gemeinsam getroffen, Aufgaben sind breit verteilt statt an wenigen Stellen konzentriert. „Ich finde es total schön an der LCOY, dass man merkt: Man ist nicht allein“, bringt es Romie aus dem Team auf den Punkt.

Klimaschutz gelingt nur, wenn möglichst viele mitreden können – unabhängig vom eigenen Hintergrund. Die LCOY versucht, genau das ernst zu nehmen: nicht nur als Absichtserklärung, sondern als strukturelles Prinzip, das sich durch Finanzierung, Awareness-Arbeit und Teamkultur zieht.

Mehr Infos zur LCOY und wie ihr Teil davon werden könnt und beispielsweise als Volunteer mit anzupacken findet ihr unter lcoy.de.

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