Das war der Youth Hub 2025
Zur Weltklimakonferenz haben wir uns in Berlin getroffen für Workshops, Fokusgruppen, Inputs, Klimastreiks und Aktionen.
Parallel zur COP30 in Belém fand vom 13. bis 17. November zum vierten Mal der sogenannte „Youth Hub“ in Berlin statt – dieses Jahr mit dem Schwerpunkt Agrarökologie. Vier Tage lang konnten die Teilnehmenden sich dort mit Politiker*innen, Aktivist*innen und Wissenschaftler*innen austauschen und vernetzen.
Wie auch die vorherigen Jahre schon richtete sich die bilinguale Veranstaltung an junge Menschen im Alter von 15 bis 30 Jahren aus allen EU-Staaten – mit dabei waren dieses Mal unter anderem Teilnehmende aus Deutschland, Litauen, Polen und Tschechien.
„Die Weltklimakonferenzen sind mittlerweile so komplex, dass es schwierig geworden ist, nachzuvollziehen, was dort genau passiert“, erklärt eine Teilnehmerin. „Deshalb ist es so wichtig, dass junge Menschen die Möglichkeit haben, sich zur Konferenz weiterzubilden und miteinander zu lernen.“

Teil des Youth Hubs, der im Rahmen des BUNDjugend-Projekts „Systeme umpflügen – reboot food“ organisiert wurde, waren einerseits Workshops, aber auch Vorträge von verschiedenen Referent*innen, die teilweise unmittelbar von der Klimakonferenz in Brasilien berichten konnten sowie das online Verfolgen der Verhandlungen in Belém.
So stand bspw. am Donnerstag nach dem gemeinsamen Mittagessen, Kennenlernen und ersten einführenden Workshops direkt ein Call mit den diesjährigen COP30 Jugenddelegierten an, die seit 2023 jedes Jahr entsendet werden, um die deutsche Delegation auf der Klimakonferenz zu unterstützen. Dabei vernetzten sie sich u.a. mit anderen Jugenddelegationen und organisieren Veranstaltungen und Austauschformate mit Politiker*innen sowie zivilgesellschaftlichen Gruppen.
Gleich am Freitag konnten die Teilnehmer*innen zudem an einer Aktion der BUNDjugend im Zuge des weltweiten Klimastreiks von Fridays for Future mitwirken: Während Alina Reize aus dem Bundesvorstand in die Rolle des Monsters „Fossi“ schlüpfte, das die fossilen Energien verkörpert, formten sie performativ im Hintergrund mit Buchstabenplakaten die Forderung „Just Transition Now“. Anschließend begann die eigentliche Demonstration mit Redebeiträgen von Luisa Neubauer, Stefan Rahmsdorf vom Potsdamer Institut für Klimaforschung sowie Vertreter*innen von NGOs wie GermanZero. Auftritte der Musiker*innen Maryam.FYI und Egon Werler standen ebenfalls auf dem Programm.

Die darauffolgenden Tage waren erneut mit Workshops gefüllt, die alles von Klimafinanzierung über Anti-Diskriminierung bis hin zu queerfeministischen Perspektiven auf Landwirtschaft thematisierten. Zudem wurden Fokusgruppen für bestimmte Bereiche gebildet, die über das Wochenende hinweg gleichblieben und die Möglichkeit boten, tiefer in spezifische Themen einzusteigen: Beliebt waren dabei z. B. die Bereiche Loss & Damage sowie Just Transition.
„Uns wurde als Jugend ein kaputtes ökologisches und ökonomisches System hinterlassen – die Katastrophen, die wir momentan erleben, führen zu einem Gefühl von Unsicherheit für junge Menschen“, berichtet ein Teilnehmer aus Prag. „Deshalb ist es schön, Gleichgesinnte zu treffen, denen es wichtig ist, etwas in dieser Welt zu verändern“
Der Youth Hub kann jedes Jahr nur durch die Unterstützung durch Freiwillige, ein großes Teams an ehrenamtlichen Organisator*innen sowie durch Finanzmittel der EU umgesetzt werden. Danke an alle Mitwirkenden und Teilnehmer*innen, die den Youth Hub möglich gemacht haben!
(Förderhinweis: Der YouthHub findet im Rahmen des Projekts Systeme umpflügen – reboot food! und kofinanziert von der EU statt.)