BUNDjugend  

Dank Klimawandel baden gehen

Der Meeresspiegel steigt – Dank des Klimawandels. Forscher rechnen mit einem Anstieg des Meeresspiegels zwischen einem und zwei Metern bis zum Ende des 21. Jahrhunderts. Wie stark einzelne Inselstaaten schon jetzt vom Wasser bedroht sind, wissen wir bereits. Doch längerfristig wird der Anstieg des Meeresspiegels nicht „nur“ Tuvalu oder Kiribati versenken. Wenn die globale Erwärmung auf über 3°C ansteigt, könnten weltweit mehr als 300 Millionen Menschen gezwungen sein, ihre Heimat dauerhaft zu verlassen. Länder mit breiter Küstenfläche sowie einem tief liegenden Hinterland, etwa Bangladesch und die Niederlande, sind besonders durch das Wasser gefährdet. Insgesamt ist die Bevölkerung ärmerer Staaten deutlich stärker betroffen als die Industriestaaten.

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Die Grafik zeigt Risiken des Klimawandels für Staaten mit niedriggelegenen Küstenregionen, die maximal 10 m über dem Meeresspiegel liegen, der sog. Low Elevation Coastal Zone (LECZ). Mit 634 Mio. Menschen lebt knapp ein Zehntel der aktuellen Weltbevölkerung in diesen Gebieten, davon allein 360 Mio. in küstennahen Großstädten.

Der Klimawandel ist ungerecht

Verantwortlich für den Klimawandel sind die Industrieländer, die ihren Wohlstand einer auf fossilen Energieträgern basierenden Entwicklung verdanken und nach wie vor „auf zu großem Fuß leben“. Menschen in den ärmsten Ländern der Welt müssen den Großteil der Folgen ausbaden. Gleichzeitig können sich gerade die am stärksten betroffenen Länder keine Anpassungsmaßnahmen wie Küstenschutz leisten. Dabei ist der Anstieg des Meeresspiegels nur eine von vielen verheerenden Folgen des Klimawandels. Auch Dürren und klimabedingte Katastrophen wie tropische Stürme rauben den Ärmsten der Armen die Lebensgrundlage.

Was du tun kannst

Werde für den Klimaschutz aktiv, reih dich ein, komm zur COP 21 nach Paris! Aber auch im Privaten kannst du was tun: Schau dich doch mal bei unseren Klimaexperimenten um und informiere dich über klimafreundlichen Urlaub und wie du es schaffen kannst, Flugreisen zu vermeiden.
Hintergrund: Tag der Umwelt

In Erinnerung an die Eröffnung der Konferenz der Vereinten Nationen zum Schutz der Umwelt am 5. Juni 1972 in Stockholm haben die Vereinten Nationen und später auch die Bundesrepublik Deutschland den 5. Juni zum jährlichen „Tag der Umwelt“ erklärt. Mit unterschiedlichen Veranstaltungen, Aktionen und Maßnahmen wird an diesem Tag global ökologische Courage gefördert. Weltweit beteiligen sich rund 150 Staaten an diesem World Environment Day, der das Bewusstsein dafür stärken soll, dass es vor allem der Mensch selbst ist, der die Vielfalt und Stabilität der Umwelt bedroht. Das diesjährige Motto des Weltumwelttags lautet „Zusammen ist es Klimaschutz“.

Infografik

Die Erstellung der Infografik wird gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.